Autor: Maneck
Klassenfahrt der 25M – von Stahl bis Braunkohle
Von Donnerstag bis Freitag unternahm unsere Klasse 25M gemeinsam mit unseren Lehrkräften Frau Frint und Herrn Jahn eine Klassenfahrt mit vielen interessanten Programmpunkten.
Am Donnerstagmorgen fuhren wir zunächst zu den Schmiedewerken in Gröditz. Dort erhielten wir eine sehr ausführliche Führung durch alle Werkhallen und bekamen spannende Einblicke in die Produktion – vom Ringwalzen über das Schmieden und Einschmelzen bis hin zur Wärmebehandlung. Leider waren in den Werkhallen keine Fotos erlaubt.
Nach der Besichtigung ging es weiter nach Riesa zum Nudelmuseum. Nach einem gemeinsamen Mittagessen besuchten wir das Museum und erfuhren viel über die „Geschichte der Nudel“. Gegen 16 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Förderbrücke F60 bei Finsterwalde. Dort übernachtete nach gemeinsamem Grillen und Baden etwa die Hälfte unserer Klasse in Zelten, Autos oder unter freiem Himmel.
Am Freitagmorgen nahmen wir an einer ausführlichen Führung auf der Förderbrücke F60 teil. Dabei erfuhren wir viel über die Geschichte des Braunkohletagebaus sowie über die Funktionsweise der riesigen Förderbrücke. Besonders beeindruckend waren die Größe der Anlage und der Ausblick von oben. Gegen 14 Uhr traten wir schließlich die Heimreise an.
Text: Tino Roßberg
Richard-Hartmann-Schule im Lernbereich rechnergestützte Fertigung rezertifiziert
Ministerpräsident Michael Kretschmer überreicht Zertifikat zusammen mit der Nachwuchsstiftung Maschinenbau
Die Richard-Hartmann-Schule Chemnitz wurde erneut für ihre herausragende Bildungsarbeit im Lernbereich rechnergestützte Fertigung zertifiziert. Die feierliche Übergabe des Zertifikats erfolgte im Beisein des Sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer sowie Andre Wilms, Geschäftsführer der Nachwuchsstiftung Maschinenbau. Mit der Rezertifizierung wird das besondere Engagement der Schule gewürdigt, junge Menschen auf die Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Industrie vorzubereiten.
Die Richard-Hartmann-Schule zählt zu den Vorreitern der beruflichen Bildung in Sachsen. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer technischen Ausstattung, die praxisnahe Vermittlung digitaler Fertigungsprozesse sowie die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen der Region schaffen wir optimale Voraussetzungen für eine moderne Ausbildung im Maschinen- und Anlagenbau.
Ministerpräsident Michael Kretschmer: „Für den Maschinen- und Anlagenbau als wichtiges Standbein der sächsischen Wirtschaft ist die Qualifizierung von Fachkräften entscheidend. Die Zertifizierung leistet hierzu einen wichtigen Beitrag und stärkt die Zukunftsfähigkeit von Branche und Berufsbildung gleichermaßen. Das Siegel steht für eine hohe Qualität der beruflichen Bildung und die konsequente Ausrichtung der Ausbildung an den Anforderungen von Digitalisierung, Automatisierung und Industrie 4.0. Mein Dank gilt dem Lehrerkollegium sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der staatlichen Schulverwaltung für ihr großes Engagement im Vorfeld der Zertifizierung.“
Auch Andre Wilms, Geschäftsführer der Nachwuchsstiftung Maschinenbau, unterstrich die Bedeutung der Auszeichnung: „Die Zertifizierung macht die hohe Qualität der Ausbildung sichtbar und fördert die kontinuierliche Weiterentwicklung des Unterrichts. Schulen wie die Richard-Hartmann-Schule sind wichtige Partner, um den Fachkräftenachwuchs auf die technologischen Herausforderungen der Industrie vorzubereiten.“
Die Zertifizierung bewertet unter anderem die technische Infrastruktur, die didaktische Umsetzung der Lerninhalte sowie die Integration von Industrie-4.0-Themen in den Unterricht. Sie unterstützt Schulen dabei, ihre Ausbildungsqualität transparent darzustellen und gezielt weiterzuentwickeln.
„Die Auszeichnung würdigt das große Engagement unseres Kollegiums, der Stadt Chemnitz als Schulträger sowie unserer Partner aus der Wirtschaft. Sie zeigt, dass wir als Schule den digitalen Wandel aktiv gestalten und jungen Menschen die Kompetenzen vermitteln, die sie für die Arbeitswelt von morgen benötigen. Die Rezertifizierung bestätigt unseren Anspruch, ein verlässlicher und innovativer Bildungspartner für die Region zu sein“, sagt Schulleiter Jens Steglich.
Ein weiterer Meilenstein ist der Start der Zusatzqualifikation Digitale Fertigungsprozesse (ZQDF) an der Richard-Hartmann-Schule. Mit einer ersten Klasse sind wir in das Qualifizierungsangebot gestartet und ermöglicht leistungsstarken Auszubildenden, sich über die regulären Ausbildungsinhalte hinaus mit Zukunftstechnologien der industriellen Produktion auseinanderzusetzen.
Die Zusatzqualifikation vermittelt praxisnah Kompetenzen entlang digitalisierter Wertschöpfungsketten – von vernetzten Fertigungssystemen über digitale Prozessplanung bis hin zu Themen wie Künstliche Intelligenz und Smart Factory. Damit werden die Teilnehmenden gezielt auf die Arbeitswelt von morgen vorbereitet und können ihr Wissen direkt in ihre Ausbildungsbetriebe einbringen.
Text: Nachwuchsstiftung
Fotos: Frau Steinhauer, Frau Berger
Unser Frankreichaustausch 2026 – Auf den Spuren des Automobils und der Marine



Die vom DFJW geförderte Reise nach Lorient von sechs Schülerinnen und Schülern sowie zwei Lehrkräften der RHS glich in diesem Jahr einem Überraschungsei, ähnlich dem auf der Postkarte aus dem Musée de Bretagne in Rennes. Viele Programmpunkte mussten aufgrund von Absagen kurzfristig verändert und angepasst werden. Aber das Ergebnis war eine gelungene Reise mit vielen Erlebnissen und Einblicken.

Die französische Gruppe hatte uns bereits vom 18.05.2026 bis 23.05.2026 hier in Chemnitz besucht und ihre Eindrücke unter nebenstehendem Link hinterlassen. Chemnitz 2026 – LE SEJOUR
Zu Beginn unseres Aufenthalts wurden wir herzlich an unserer Partnerschule Saint Joseph La Salle empfangen. Dort konnten wir den französischen Schulalltag erleben und die Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten zwischen dem deutschen und französischen Bildungssystem kennenlernen.

Der Höhepunkt am Nachmittag war der Besuch beim Team Sodebo Voile. Hier konnten wir beobachten, wie Trimarane entwickelt und für internationale Wettkämpfe vorbereitet werden.

In den folgenden Tagen standen noch zwei weitere Unternehmensbesuche auf dem Programm. Multiplast ist weltweit für innovative Verbundwerkstoffe bekannt. Hinter den Fassaden unscheinbarer Fabrikhallen vermittelte uns die Führung einen Eindruck von modernster Technologie und handwerklicher Präzision. Hier werden beispielsweise Abdeckungen für Radaranlagen und Schiffsrümpfe in Einzelfertigung und kleinen Serien produziert. Besonderen Eindruck hinterließ die Werkstatt in der zurzeit die Kuppel eines Planetariums hergestellt und zum Schluss mit Blattgold überzogen wird. Ein Abstecher zu Carabreizh ließ schließlich das Herz aller Schleckermäulchen höherschlagen. Wir wurden in die Kunst der Karamellherstellung eingeführt und durften auch kosten.
Mehrere Exkursionen führten uns in andere Städte der Bretagne. In Brest besuchten wir Cinav, eine Agentur, die Fachkräfte für die Marine und Seefahrt anwirbt. Unsere Gastgeber, beide ehemalige Offiziere, erzählten viele Geschichten, die unterhaltsam waren aber auch nachdenklich machten. So nimmt beispielsweise der durchschnittliche U-Boot Soldat auf einer Tour von drei Monaten im Durchschnitt 12 Kilogramm zu 😉. Andererseits wurden uns Drohnen präsentiert, die zur Seeminenräumung eingesetzt werden, wie zurzeit in der Straße von Hormus. Gleich neben der Agentur liegt Les Atelier des Capucins, ein modernes Kultur- und Freizeitzentrum, das in ehemaligen Industriegebäuden untergebracht ist. Dort konnten wir erleben, wie historische Architektur mit zeitgemäßer Nutzung, wie einem Museum, einer Kletterhalle, einer Seilbahnstation, der Bibliothek sowie Restaurants und Geschäften, verbunden wird. In Vannes frönten wir dann der bretonischen Küche. In der traditionellen Crêperie Dan Ewen probierten wir die berühmten bretonischen Crêpes und Galettes. In Rennes, der Hauptstadt der Bretagne, tauchten wir schließlich in die Geschichte ein und besuchten das schon erwähnte Musée de Bretagne. Die interaktiven Ausstellungen, der deutschsprachige Audioguide und die vielen appetitanregenden Informationen zur Fischereiindustrie sorgten dafür, dass sich auf der Heimreise sehr viele Fischkonserven im Gepäck der TeilnehmerInnen befanden.
Zum Wochenende kehrten wir nach La Base, dem ehemaligen U-Boot-Stützpunkt von Lorient zurück und besuchten das U-Boot Le Flore. Während der Besichtigung konnten wir die engen Räume des ehemaligen Militär-U-Boots erkunden und mehr über das Leben der Besatzung erfahren. Aber auch ein Strandtag durfte nicht fehlen. Nach dem sehr wechselhaften Wetter die Woche über schien dann am Sonntag – gerade richtig für den Ausflug zur Île aux Moines – die Sonne. Die malerische Insel im Golf von Morbihan mit wunderschöner Landschaft, den prähistorischen Megalithen und einer entspannten Atmosphäre boten einen eindrucksvollen Abschluss unseres Aufenthalts.
Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich beim Deutsch-Französischen Jugendwerk für die finanzielle und administrative Unterstützung sowie bei unseren französischen Partnern.
Text und Fotos: Manuela Vogelsang
Vertretungsplan
Für den Vertretungsplan benötigt man die App: VpMobil aus dem App-Store
Zugangsdaten: Moodle für Schüler
Klicke auf: Wochenpläne
ADAC – „Mobil mit Köpfchen“
Am 22. April 2026 besuchte der ADAC erneut die Richard-Hartmann-Schule. Mit Motorrad und Pkw erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in die Umweltbelastungen motorisierter Mobilität. In jeweils 90 Minuten lernten sie Wissenswertes rund um Emissionen, Geräuschpegel und Kraftstoffverbrauch. Nach einer theoretischen Einführung ging es in den Praxisteil: Ein Pkw und ein Motorrad ermöglichten es den Teilnehmenden, Geräuschpegel, Treibstoffverbrauch und Abgasemissionen bei unterschiedlichen Fahrweisen wie Kavalierstarts oder hochtourigem Fahren abzuschätzen. In diesem Jahr nahmen Klassen aus der Fachoberschule sowie das erste Ausbildungsjahr der industriellen Metallberufe erfolgreich am Projekt teil.
Info unter: https://presse.adac.de/regionalclubs/berlin-brandenburg/mobil-mit-koepfchen.html
Text und Bilder: M. Sommer
Industry meets Art: Besuch aus Portugal an der RHS
Ganz viel Technik zum Ausprobieren,
ein Betriebsbesuch bei der Dr. Gühring KG,
ein Soundwalk in der Zinngrube Ehrenfriedersdorf,
immersive Kunst in Leipzig,
ein Ballettbesuch in der Oper Chemnitz,
am Zwinger in Dresden und bei der City-Tour in Chemnitz.
Das waren nur einige Highlights des Programms, welches die Kolleginnen und Kollegen der Richard Hartmann Schule für den Besuch aus Guimaraẽs vom 23.02. bis 27.02.2026 organisiert haben. Unter dem Motto Industry meets Art hatten unsere Gäste im Rahmen einer Peer-Learning Mobility die Gelegenheit, Sachsen bei schönstem Vorfrühlingswetter kennenzulernen.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Beteiligten für das Engagement und die finanzielle Förderung über Erasmus+.
Bericht und Fotos: Marta Silva & Manuela Vogelsang
Start der “Zusatzqualifikation Digitale Fertigungsprozesse” (ZQDF) in der RHS
Am 04.02.2026 startete mit 15 ambitionierten Auszubildenden und den Lehrkräften der Richard-Hartmann-Schule Chemnitz die erste Veranstaltung der “Zusatzqualifikation Digitale Fertigungsprozesse. Die RHS setzt als erstes BSZ in Sachsen dieses Projekt um, welches in enger Zusammenarbeit mit der Nachwuchsstiftung Maschinenbau und der Unterstützung des Freistaates Sachsen durchgeführt wird.
Die Nachwuchsstiftung Maschinenbau gGmbH hat das Projekt „ZQDF“ im Rahmen von SNgoes.digital für ambitionierte Auszubildende konzipiert. Ziele sind die Heranführung junger Menschen an die Themen von Industrie 4.0, die Attraktivitätssteigerung der dualen Ausbildung im Maschinenbau und letztlich die Sicherung des Fachkräftebedarfs.
Die Auftaktveranstaltung bildet den Start einer zwölfmonatigen Zusatzqualifizierung über einen Gesamtumfang von 220 Stunden projektorientierter Arbeit an Themen der Industrie 4.0. (CAx, AR/VR, Prozessoptimierung, CPS, Additive Fertigung, IT-Security, Smart Maintenance, KI u.v.m.).
Mit dieser Zusatzqualifikation haben die Auszubildenden aus verschiedenen industriellen Metallberufen der RHS gemeinsam die Möglichkeit, in einer fachtheoretischen und -praktischen Kompetenzfeststellung ihre erworbene Qualifikation (IHK Zertifikat) nachzuweisen. Die erworbenen Kompetenzen sollen die Teilnehmer in ihren zukünftigen beruflichen Alltag einbringen und stetig weiterentwickeln.
Text & Bilder: M. Sommer


















































