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Staatlich geprüfter Techniker - Fachrichtung Elektrotechnik - Schwerpunkt Energie- und Automatisierungstechnik

BERUFSBILD
 
Die Fortbildung zum(r) Staatlich geprüften Techniker(in) baut auf einer abgeschlossenen Berufsausbildung und einer einjährigen Berufserfahrung auf.
 
Der Techniker ist eine Fachkraft, die in Führungs- und Managementfunktionen der mittleren Ebene von Unternehmen, Behörden und Verbänden sowie als Mitarbeiter in der Ausbildung eingesetzt wird. Sein Aufgabengebiet ist vor allem produktionsorientiert und befindet sich im Wesentlichen in unmittelbarer Nähe der praktischen Bereiche. Der Staatlich geprüfte Techniker ist seit 1994 ein anerkannter Abschluss in der Europäischen Union.
Auf Grund ihres Abschlusses sind Staatlich geprüfte Techniker/innen für Elektrotechnik berechtigt, sich in die Handwerksrolle einschreiben zu lassen und somit selbständig Handwerksbetriebe oder sonstige gewerbliche Unternehmen zu gründen und zu führen.
Da die berufliche Mobilität auch auf internationaler Ebene eine immer größere Rolle spielt und um Transparenz und Anerkennung der beruflichen Aufstiegsfortbildung in den Bereichen zwischen Facharbeiter und Hochschulausbildung herbeizuführen, bietet der BVT ein mehrsprachiges BVT-Zertifikat an, mit dem man sich als „State-certified Engineer BVT“ registrieren lassen kann.
 
Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung als Staatlich geprüfter Techniker/in für Elektrotechnik erstreckt sich das Aufgabenfeld über  Planung, Entwicklung und Applikation von Geräten, Systemen und Anlagen, Inbetriebnahme und Funktionsprüfung,  Instandhaltung, Service und Wartung, Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Kundenberatung und Schulung, Unternehmensführung und Personalmanagement.    
In Klein- und mittleren Unternehmen wird von ihm das breite Spektrum der elektro-technischen Tätigkeiten abgedeckt sowie übergreifende Führungsaufgaben wahrgenommen. In größeren Unternehmen ist sein Einsatz in speziellen Bereichen angesiedelt, wozu spezifische Kenntnisse und Fertigkeiten erforderlich sind, die durch eine Fortbildung gesichert werden.
Besondere hervorzuhebende Arbeitsgebiete spiegeln die Lernfelder 6 bis 10 wieder. Diese Arbeitsgebiete umfassen den teilweisen Entwurf, die Applikation und Funktionsprüfung von elektrotechnischen, Energieerzeugungsanlagen und Versorgungsnetzen, die Dimensionierung und Ansteuerung elektrischer Maschinen und Antriebe, die Programmierung steuerungs- und regelungstechnischer Systeme sowie deren Analyse, die Anwendung der Mess- und Prozessrechentechnik, sowie die Realisierung spezieller Anwendungsprojekte
 
ZUGANGSBEDINGUNGEN
 
Zur Fortbildung haben Zugang Facharbeiter einschlägiger Berufe (*) mit guten Leistungen in der beruflichen Ausbildung und in der Regel einer einjährigen beruflichen Praxis. Englischkenntnisse Stand 10. Klasse (nachweisbar mit Zeugnis, Zertifikat VHS = Englischkenntnisse nach Vorgaben des Europäischen Referenznahmen für Sprachen Ende Lehrgang A1, o. ä.) sind erforderlich.
(*) als einschlägige Berufe zählen u. a.
-          Elektromonteur
-          Elektromechaniker
-          Elektroniker
-          Mess- und Regelungstechniker
-          Radio- und Fernsehtechniker
-          Elektromaschinenbauer
-          Kraftfahrzeugelektriker
-          und ähnlich gelagerte Berufsgruppen
 
ABLAUF DER AUSBILDUNG
 
Die Fortbildung zum Staatlich geprüften Techniker erfolgt innerhalb von zwei Jahren (Vollzeit) bzw. innerhalb von vier Jahren (Teilzeit) und schließt mit staatlichen Abschlussprüfungen in den Lernfeldern 6 bis 9 ab.
Die insgesamt erfolgreiche Ausbildung berechtigt den Titel „Staatlich geprüfter Techniker/
Staatlich geprüfte Technikerin in der Fachrichtung Elektrotechnik“ zu führen.
 
 
BILDUNGSINHALT
 
In der Klassenstufe 1 werden in den Lernfeldern die fachlichen Voraussetzungen geschaffen, um der Spezialisierung in der Klassenstufe 2 Rechnung tragen zu können.
 
Schwerpunkt der Fortbildung ist eine starke Tätigkeitsorientierung in den Lehrgebieten mit einem hohen Anteil an Versuchen, praktische Übungen und der Durchführung der Lehrveranstaltungen in Seminarform. Das Training berufspraktischer Tätigkeiten zur Herausbildung von Fertigkeiten und Fähigkeiten steht im Mittelpunkt der Fortbildung.
 
Der Erwerb der Fachhochschulreife ist durch Belegung zusätzlicher Lehrveranstaltungen (Lehrgebiet Mathematik) möglich. (Realschul- oder vergleichbarer Abschluss erforderlich)
 
Außerdem können Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Ausbildungseignungsprüfung und ein REFA-Grundlehrgang (gebührenpflichtig) angeboten werden.
 
 
INFORMATIONEN
 
Bei Erfüllung der entsprechenden Bedingungen kann eine Förderung durch das Arbeitsamt oder nach dem BAföG erfolgen.
 
 
Ausbildungsbeginn ist entsprechend Schuljahresbeginn in Sachsen
 
De Ausbildung ist kostenlos. Vom Fachschüler sind Lehrbücher und Arbeitsmaterialien zu bezahlen.
 
Unterkunft ist in Wohnheimen der Stadt Chemnitz möglich
 
  
Bewerbungsunterlagen:
 
                1. Bewerbungsschreiben mit Angabe der Fachrichtung und Voll- o. Teilzeit
                2. tabellarischer Lebenslauf mit exakte Angabe d. Berufstätigkeit
                3. beglaubigte Zeugniskopien - 10. Klasse, Abschluss Berufsschule, Facharbeiter
 
 
Bewerbungen sind bis zum 31.03. für das jeweilige Schuljahr zu richten an:
 
                Richard-Hartmann-Schule
                Berufliches Schulzentrum für Technik III
                Annaberger Straße 186
                09120 Chemnitz
 
Später eingehende Bewerbungen können nur bei freien Aufnahmekapazitäten berücksichtigt werden.
 
Informationen erhalten Sie über:
 
                Telefon: 0371/ 488 4900
                Fax:        0371/ 488 4999  
                E-Mail: info@rhs-chemnitz.de
                Homepage: www.rhs-chemnitz.de
 
 
STUNDENTAFEL
Schwerpunkt Energie-und Automatisierungstechnik
 

 
 
 
Unterrichtsfächer und Lernfelder
Wochenstunden in den Klassenstufen
Gesamt-
ausbildungs‑
stunden
 
1
2
 
 
 
 
 
Pflichtbereich
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Berufsübergreifender Bereich
520
80
600
 
 
 
 
 
 
 
 
Deutsch1)
120
-
120
 
 
 
 
Englisch1)
120
80
200
 
 
 
 
Mathematik I1)
200
-
200
 
 
 
 
Wirtschafts- und Sozialpolitik
80
-
80
 
 
 
 
 
 
 
 
Berufsbezogener Bereich
920
1280
2200
 
 
 
 
 
 
 
 
1
Elektrotechnische Schaltungen analysie­ren und berechnen
200
-
200
 
 
 
 
2
Elektrische und nichtelektrische Größen erfassen und analysieren
160
-
160
 
 
 
 
3
Elektrotechnische Teilsysteme rechner­gestützt entwerfen
120
-
120
 
 
 
 
4
ElektronischeSchaltungen und Bau­gruppen konzipieren
240
-
240
 
 
 
 
5
Eigenschaften von Übertragungssyste­men analysieren und bewerten
200
-
200
 
 
 
 
6a
Erzeugeranlagen, Versorgungsnetze und Verteilungsanlagen konzipieren und instandhalten
-
160
160
 
 
 
 
7a
ElektrischeMaschinenundAntriebesowie deren Ansteuerung dimensionieren und bewerten
-
160
160
 
 
 
 
8a
Steuerungs- und regelungstechnische Systeme analysieren, programmieren und testen
-
320
320
 
 
 
 
9a
Prozessrechentechnik anwenden und industrielle Übertragungsverfahren aus­wählen
-
80
80
 
 
 
 
10
Spezielle Anwendungsprojekte realisieren
-
160
160
 
 
 
 
11
Unternehmen gründen und führen
-
120
120
 
 
 
 
12
Personal planen und führen
-
80
80
 
 
 
 
13
Qualitäts- und Projektmanagement durch­führen
-
120
120
 
 
 
 
14
Facharbeit erstellen
-
80
80
 
 
 
 

 

 
 
 
 
Wahlbereich
 
 
 
 
 
 
 
Ausbildung der Ausbilder (ADA)
-
100
100
 
 
 
 
 
 
 
 
Zusatzausbildung FH-Reife
 
 
 
 
 
 
 
Mathematik II1)
-
80
80
 
 
 
 

 
1) Es werden die Lehrpläne der Fachoberschule verwendet.
 
Stand Oktober 2009